Greenpeace schockt Nestlé und Kitkat

Mit einer Schockkampagne geht die Umweltorganisation Greenpeace gegen Nestlé und deren Schokoriegel Kitkat vor. Grund für die Proteste der Umweltschützer: für die Herstellung von Kitkat wird noch immer Palmöl benutzt, wofür in Indonesien die Regenwälder gerodet werden. Durch die Rodung der Wälder wird der bedrohte Orang-Utan seiner Lebensgrundlage beraubt und „jeder Biss in einen Kitkat-Riegel zerstört das Leben der letzten Orang-Utans ein bisschen mehr“, erklärte ein Greenpeace-Sprecher. Die einfache Botschaft von Greenpeace: nicht der Schokoladenfan soll sich ein Pause gönnen („Have a break“), sondern der bedrohte Regenwald. Dafür parodiert Greenpeace den Kitkat-Werbespot mit einem schockierenden und aufmerksamkeitsstarken Viral. Ein netter Büromitarbeiter schaltet ganz im Sinne des Kitkat-Spots ab, und reißt das Papier des Riegels auf, doch anstatt in leckere Schokolade zu beißen, beißt er zum Schock der anderen Mitarbeiter in die Finger des Menschenaffen. Klar, dem Nestlé-Konzern war dieses Video ein Dorn im Auge und ließ es wegen Copyright-Verletzungen entfernen.

Hier zeigte sich aber die virale Kraft des Spots. Denn kurz darauf hat ein weiterer User dieses Video erneut bei YouTube hochgeladen, Uploads auf anderen Videoportalen und Blogs folgten. Seit gestern berichten auch diverse Blogs in Deutschland über das schockierende Video, das den Nestlé-Konzern und Kitkat anprangert. Mundpropaganda at it’s best! Und die Aktion scheint auch gefruchtet zu haben, denn Nestlé kündigte den Vertrag mit der Firma Sinar Mas, dem Unternehmen, der für die Rodung der Wälder in Indonesien verantwortlich ist. Begleitet wird die Aktion gegen Nestlé und Kitkat übrigens von einer Social-Media-Kampagne auf Twitter und Facebook, in der sich Greenpeace-Aktivisten sich mit dem Thema Palmöl auseinandersetzt..

13 Gedanken zu „Greenpeace schockt Nestlé und Kitkat

  1. Dominik held

    Eigentlich ein recht starkes video. Schöner aufstand, den greenpeace dort ausgelöst hat, denn viele haben ja wie du darüber geschrieben!! Gruß

    Antworten
  2. Pingback: 100 Prozent deutsche Kartoffeln: Werbepersiflage führt zu Ärger

  3. Pingback: Nestlé schaltet Facebook-Seite ab

  4. Alex

    @C.Astor: weil ja nur Nestlé der Firma Sinar Mas den Auftrag zur Rodung gibt und natürlich nicht selber den Regenwald abholzt.
    ————-

    Dann schreib auch das Nestle den Vertrag gekündigt hat und nicht Greenpeace – das liest sich echt seltsam!

    Antworten
  5. Pingback: Greenpeace schießt weiter gegen Nestlé

  6. Pingback: Nach Schockvideo: Greenpeace installiert riesige Twitterwall vor Nestlégebäude

  7. Pingback: Striptease für den Urwald | zweinullig.de

  8. Pingback: Social Media: Der Fall Nestlé - Nestlé in der Falle? - Mind Store Marketing

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.