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Besser werben mit Emojis & Emoticons

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Emojis sind aus unserer digitalen Welt inzwischen gar nicht mehr wegzudenken. Ob in der täglichen WhatsApp-Kommunikation oder beim Durchstöbern von Facebook-, Twitter- oder Instagram-Posts: Überall werden wir mit den zumeist gelben Gesichtern oder bunten Lebensmitteln, Aktivitäten und Aussagen konfrontiert. Kein Wunder, vereinfachen die kleinen Helfer die Kommunikation doch ungemein, und werden deshalb Tag für Tag milliardenfach verschickt.

Aus diesem Grund werden Sie auch für die Werbung immer interessanter, denn es bieten sich vielfältige kreative Möglichkeiten, sie darin einzubauen. Das kann von der einfachen ersten Ansprache potentieller Kunden bis hin zum per Emoji getätigtem Abschluss eines Onlinekaufs gehen. Letzteres gibt es tatsächlich in Australien, wo der Pizzalieferant Domino’s seinen Kunden die Möglichkeit gibt, die gewünschten Beläge ihrer Pizza per Emoticon zu ordern. Noch einen Schritt weiter ging der Autohersteller Chevrolet, der eine Kampagne nur aus Emoticons zusammensetze, was das Dechiffrieren der Nachricht für weniger Geübte zu einer komplizierten Schnitzeljagd machte. Ob diese Art des Marketings Erfolg hat, sei dahingestellt. Sicher ist jedoch, dass die kleinen Helfer das Verständnis kurzer Nachrichten ungemein erleichtern und dazu genau das in die Werbung transportieren, was jeder Marketer am liebsten als Botschaft kommuniziert: Gefühle. Im Folgenden finden sich ein paar hilfreiche Tipps, wie der Einbau von Emojis in eine Kampagne erfolgreich umgesetzt werden kann.

Welche Emojis setze ich ein?

Das erste und weltweit noch immer verbreitetste Emoticon ist sicherlich der Smiley 😉, der seinen Ursprung lange vor Erfindung des Internetzeitalters hat. Ob in Chats oder auch geschäftlicher E-Mail- Kommunikation, er wird universell eingesetzt und überall gleich verstanden. Und gerade das macht ihn für die Werbung so interessant, da die Aussage mit Hilfe eines 🙂 eine zusätzliche positiv besetzte Emotion erhält. Eingesetzt in dem richtigen Kontext und nicht überdosiert kann man mit dem Smiley deshalb kaum etwas falsch machen. Ganz im Gegenteil.

Bei anderen Emoticons ist ein wenig Vorarbeit über deren Akzeptanz in der angepeilten Zielgruppe nötig. So gibt es beispielsweise große Unterschiede bei der nationalen Verbreitung bestimmter Emojis. Während also der lachende oder auch der Küsschen verschickende Smiley überall Zustimmung findet, sieht es bei dem grinsenden Kothaufen ganz anders aus, welcher lediglich in Kanada besonders verbreitet ist. Auch bei traurigen Emoticons (beliebt u.a. in Spanien) ist die Verknüpfung mit einer werblichen Aussage vorher genau zu prüfen. Generell ist die Nutzung positiv besetzter Emojis unverfänglicher. Dabei sollten Emojis genutzt werden, die sich dafür eignen, die Markenbindung zu erhöhen. Also Emojis, die konkret mit dem beworbenen Produkt assoziiert werden können und dem Benutzer die Werbebotschaft leichter verständlich machen. Bei einem Lebensmittelhändler sind das beispielsweise die vielen Emojis, die mit Essen oder Nahrungsmitteln zu tun haben, während ein Reisevermittler eher auf Flugzeuge etc. setzen sollte. Und beim oben erwähnten Lieferdienst Domino’s steht natürlich das Stück Pizza ganz oben auf der Prioritätenliste.

Wo verwende ich Emojis?

Immer mehr Nutzer greifen über mobile Geräte auf das Web und digitale Kommunikationswege zu. Dabei wird nicht viel getippt, sondern versucht, die Inhalte auf möglichst einfache Weise zu erstellen. Push-Nachrichten zeichnen sich durch ihre Kürze und Prägnanz aus. Und Emoticons eignen sich aufgrund ihrer bildlich darstellenden Struktur besonders gut für Push-Benachrichtigungen, mit denen Angebote oder neue Produkte angekündigt werden. Kundenkommunikation, die über WhatsApp, SMS oder andere mobile Push-Kanäle (wie zum Beispiel eigene Apps) erfolgt, ist deshalb sehr gut dafür geeignet. Neben Push-Nachrichten eignen sich Posts auf den diversen Social Media-Kanälen für den Einsatz von Emoticons. Ob Instagram, Facebook, Twitter oder Snapchat, es wimmelt von Emojis in der Markenkommunikation der dort präsenten Hersteller. Wie auch beim Push sind die Posts auf kurze, prägnante Aussagen bedacht, weshalb statt langer Sätze nach einer kurzen Einleitung samt mehreren Hashtags oft eine Reihe passender Emoticons folgt. Sieht man sich die Interaktion der Nutzer auf diesen Seiten an, erkennt man schnell, dass auch die Kommentare größtenteils aus Emojis bestehen. Hier scheint sich das Emojis als wichtigster Kommunikationsweg etabliert zu haben. Frühere Einschränkungen, dass Emojis sich nicht für „ernste“ Themen eignen oder das Menschen über vierzig mit ihnen nichts anfangen können, haben sich längst als falsch erwiesen. Neben den Bild-Emoticons gibt es inzwischen immer mehr animierte Emojis. Auch diese eignen sich für alle Kommunikationsarten. Man sollte jedoch bedenken, dass sie sich aufgrund ihres verspielten Charakters nicht unbedingt für jedes Produkt eignen. Der schüchtern rot anlaufende Smiley ist deshalb vielleicht nicht die erste Wahl, wenn es um die Werbung für eine Versicherungspolice geht. Aber bewusst gewählt und eingesetzt, reichern die bunten Bildchen so gut wie jede Werbeaussage mit den erwünschten Emotionen an.

Marcel

Hat 2008 zweinullig.de gegründet und widmet sich heute weiterhin dem Onlinemarketing. Schreibt gelegentlich auf zweinullig.de.

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