Wenn Social-Media-Marketing nach Hinten losgeht: die Pornoaktion von Dr. Pepper

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Eine aktuelle Social-Media-Kampagne für das Cola-Getränk Dr. Pepper erhitzt derzeit die Gemüter. Auf Facebook gaben Fans des Brauseherstellers ihr Okay, dass Dr. Pepper im Namen der Facebook-Nutzer kuriose Statusmeldungen auf den Pinnwänden der Nutzer posten dürfen. Insgesamt autorisierten circa 160.000 User für diese „Was ist das Schlimmste, das passieren könnte?“-Kampagne. Auf den Pinnwänden war dann unter anderem zu lesen: „Hab meine Schmusedecke verloren…“, „Was ist falsch daran, in die Dusche zu pinkeln?“ oder „Ich habe heute für ein Pfund den Finger eines Freundes gelutscht“. Diese Statusmeldungen sollten dann witzig und peinlich sein und konnten von allen Freunden des Users mitgelesen werden. Wer sich also bloßstellen lies, hatte die Chance auf 1.000 Pfund. Auch gab es die Statusmeldung, dass man sich einen obszönen Hardcore-Porno angesehen habe.

Diese Meldung erschien unter anderem auf der Pinnwand eines 14-jährigen Mädchens. Neugierig wie es war, habe sie dann nach jenem Porno gegoogelt. Schließlich will man ja wissen, was auf de eigenen Pinnwand steht. Natürlich waren die Eltern des jungen Mädchens mehr als erfreut und forderte von Dr. Pepper eine Erklärung und die Beendigung der Kampagne. Die Social-Media-Kampagne wurde daraufhin am vergangenen Sonntag gestoppt. Die aufgebrachte Mutter versuchte man durch Gutscheine zu beruhigen. Ebenfalls gab es eine offizielle Entschuldigung für die Kampagne: „Wir wurden in Kenntnis darüber gesetzt, dass die „Dr. Pepper“-Werbung auf Facebook eine anstößige Statusmeldung zu verantworten hat. Wir entschuldigen uns für jede Art von Beleidigung, die sie verursacht hat. Sobald wir uns dieser Sache bewusst waren, haben wir sofort Maßnahmen ergriffen und die Statusmeldung entfernen lassen. Wir haben uns auch entschieden, die Promotion-Aktion zu beenden. Wir werden alle notwendigen Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt.“

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