HTC Desire – Unboxing und erste Eindrücke

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Das HTC Desire Smartphone soll das neue Flaggschiff unter den Android-Geräten sein. Vor allem bei der Cebit 2010 war das HTC Desire der große Hingucker. Dank Flexiblesbüro und O2business kann jetzt auch ich ein HTC Desire mein Eigen nennen. Mal sehen was das „Google-Superphone“ so alles drauf hat, das Ende März/Anfang April auch hierzulande auf dem Markt gekommen ist und ob es die vielen Vorschußloorbeeren wert ist.

HTC Desire Unboxing

Aus der Tüte genommen, strahlt mich die HTC-Verpackung in schickem weiß an. Doch was will ich mit der, also schnell die Packung aufgemacht und schon strahle ich, weil das HTC Desire im bronzenen, ins lila gehende Aluminium und mit seinem 9,4cm (3,7 Zoll ) großen AMOLED-Display strahlt. AMOLED bedeutet Active Matrix Organic Light Emitting Diode. Die einzelnen Pixel werden über eine aktive Matrix gesteuert. Jeder Pixel verfügt über eine eigene Stromverbindung und wird dadurch zum Leuchten gebracht. Und das sieht schon sehr hochwertig aus. Außerdem ist das Smartphone bedeutend leichter, als von mir erwartet. Angeblich wiegt es nur 135 Gramm inklusive Akku. Auch liegt es dank seiner Gummierung gut in der Hand. Obwohl ich immer ein Gegner von großen, klobigen Handys war, überrascht das HTC doch sehr, denn mit seinen Ausmaßen von 119x60x11.9mm kann man es gut in die Hosentasche verstauen. Einmal angemacht und den PIN eingegeben, sehe ich zum ersten Mal die Benutzeroberfläche HTC Sense. Die Oberfläche ist individuell anpassbar. So kann man zum Beispiel selbst bestimmen, was auf dem „Home“-Display und was auf den 6 anderen Desktopbildschirmen zu sehen sein soll. Individuell kann man diese mit den HTC Widgets gestalten. Bei mir sind dies aktuell Internetlesezeichen; die GMX-Mailoberfläche; ein Display auf denen ich GPS, Wi-Fi, Bluetooth und das mobile Internet de-/aktivieren kann; ein Kalender; die Google-Suchmaske und FriendStream. FriendStream bündelt alle relevanten Soziale Netzwerke, wobei ich persönlich nur Twitter regelmäßig nutze. Auf meinem Home-Bildschirm habe ich die aktuelle Uhrzeit, das Wetter für die Hauptstadt, Shortcuts zum Internet, zu Google-Maps, zum Android-Market (dem Gegenstück von Google zum AppStore), zum Navigationssystem Telmap Navigator (ein kostenloses Navi für alle Kunden von O2), das SMS-Programm chompSMS und Shazam. Der Shazam-Dienst ist wirklich genial. Läuft im Radio ein bestimmter Song, dessen Namen oder Interpreten man nicht kennt, hält man sein Handy mit Shazam einfach in die Nähe der Lautsprecher. Binnen Sekunden identifiziert der Dienst dann Song und Interpreten. Außerdem gibt es die Möglichkeit, den entsprechenden Song gleich bei YouTube anzuhören oder via amazon zu bestellen. Ganz witzige Spielerei: regnet es Draußen, dann simuliert das Display Regentropfen auf dem Hauptbildschirm und Ab und An wischt dann ein Scheibenwischer – Gott sei es gedankt – wieder alles trocken!

Beim ersten Starten des Desires wurde das Smartphone erst einmal mit allen E-Mail- und Google-Konten, sowie Twitter, Facebook und Co. gekoppelt. Tippen ist auf der Desire-Tastatur recht angenehm, allerdings nicht wirklich etwas für Menschen mit klobigen Wurstfingern. Zur Not kippt man das Handy einfach nach links und hat die komplette Oberfläche in einem breiten Format. Was mich persönlich überraschte: die Akkulaufzeit. Schließlich wollte das Desire, nach weniger als einem Tag intensiver Nutzung, schon wieder ans Stromnetz. Das scheint aber ein generelles Problem von Smartphones zu sein. Die größten Stromfresser sind wohl das W-LAN, das Display und die 3G-Verbindungen. Ein wenig Entlastung brachte der Advanced Task Killer aus dem Market.

Angetan hat es mir auch die Applikation Peep. Ein in die Oberfläche integrierter und sehr übersichtlicher Twitter-Client. Aktuelle Tweets schreiben, beantworten oder retweeten ist hier kein Problem.

Das Desire ist mit einem1 GHz Snapdragon-Prozessor, samt 576 MB großen Arbeitsspeicher ausgestattet und Android 2.1 mit HTC Sense. Zusätzlich gibt es einen optischen Trackball und eine – für meine Sinne – Spitzenkamera mit 5-Megapixel. Weitere Infos zum HTC Desire.

Witzigerweise stürzte das HTC Desire bereits am zweiten Tag ab, obwohl es nicht wirklich belastet wurde. Nach Aus- und Wiederanschalten war aber alles wieder in Ordnung! Im Paket war neben dem Desire noch Kopfhörer, ein USB-Ladekabel, 2 SIM-Karten von O2, sowie einen O2-Surfstick, mit dem man via o2 DSL mobil ins Netz gehen kann.

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Seit 2006 im Onlinemarketing tätig. Gehört zur Generation Y und ist immer auf der Suche
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6 Gedanken zu „HTC Desire – Unboxing und erste Eindrücke

  1. Marcel

    So scheinen da die Meinungen zum Task Killer auseinanderzugehen, denn von mehreren Personen hab ich nun schon gehört, dass der Advanced Task Killer ein MUSS sei!

     
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  2. Marcus

    Ja, natürlich… weil einige einen Placebo-Effekt durch die Killer haben. (sich dann aber im übrigen über Probleme beschweren, weil z.B. Erinnerungen der Programme nicht mehr funkionieren etc.)

    Bzw. sollen die Killer wohl auf alten Androiden (<2.0) wohl wirklich etwas Geschwindigkeit bringen. Dadrüber nicht mehr.

    Und wenn man sich mit der Technik und den APIs auseinander setzt, versteht man auch, warum es nichts bringen kann. Der erste Link ist ja "offiziell" von Google, der es erklärt. Ich würde wirklich empfehlen die Beiträge mal zu lesen.

    Ausnahmen gibt es natürlich immer (Programme die unsauber / unschön programmiert sind oder Memory-Leaks haben).

    Aber dass Du damit Akku sparst, kann ich nicht glauben… (es sei denn der killt z.B. Deinen Twitter-Service, der sonst alle 5 Min die Tweets gepollt hätte).

    Was Wunder bringt, ist das Umstellen auf 2G (GPRS). "Für die Hosentasche" reicht das vollkommen, also für Mail & Twitter-Check im Hintergrund. Wenn man dann surft, kann man ja schnell wieder umstellen.

    Aber letztendlich muss / soll das hier jetzt nicht in die nächste Task-Killer-Diskussion ausarten. Wollte nur drauf hinweisen, dass dies eben doch kontrovers ist. Bevor halt haufenweise Leute hier her kommen und lesen "Taskkiller spart Akku" und eben genau deshalb diese Parole "Taskkiller ist ein MUSS" weiter tragen, ohne die Hintergründe zu wissen.

    Und sich dann wie gesagt z.B. über stoppende Musik oder andere Probleme beschweren, weil der Taskkiller per default erstmal alles killt…

     
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  3. kofi

    Das Problem bei den Smartphones heutzutage sehe ICH: man weiß gar nicht mehr so richtig, was das „Handy“ kann und wozu es (und Android) fähig ist.

     
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  4. Moritz

    Tja, man weiß doch gar nich mehr, welche Effizienz-Tools aus dem Android Market sinnvoll sind und welche nicht!!

     
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